Mittwoch, 26. Juli 2017

~Buch Rezension~ "No. 9677 oder wie mein Vater an Fünf Kindern von Sechs Frauen kam" von Natasha Friend

Cover- und Zitatrechte: Magellan Verlag

Inhalt

„Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.

Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht.“ Quelle Klappentext



Der zufällige Satz...

 
 

Hollis warf Milo einen irritierten Blick zu. „Sie war nicht meine Mom, sondern die Partnerin meiner Mutter. Wir waren nicht einmal verwandt. „Ich bin auch nicht mit meinen Eltern verwandt“, sagte JJ, „aber ich nenne sie trotzdem Mom und Dad.“ “ - JJ 

 
Seite 88





















Zwischen den Seiten

"No. 9677 oder wie mein Vater an Fünf Kindern von Sechs Frauen kam" hat mich während der Präsentation auf der Leipziger Buchmesse neugierig gemacht, denn ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie es wohl ist, wenn man ein "Reagenzglas Baby" ist.

Für Hollis, aus deren Perspektive ein Teil der Handlung erzählt wird, ist die Antwort eindeutig: sie findet es bescheuert. Sie hat eine große Wut auf ihren "Vater", aber auch auf ihre Mutter. In Hollis
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schwellen viele Emotionen, die alle glaubwürdig sind und die im Verlauf eine Entwicklung erleben, von der wohl Hollis am meisten überrascht wird.

Milo, der die zweite Perspektive innehat, aus der die Handlung erzählt wird, möchte seinen Vater kennenlernen, um mehr über dessen Krankengeschichte zu erfahren, weil Milo leider viele Allergien hat, die ihn sehr einschränken. Ihm ist das Buch zu verdanken, da er sich zunächst auf die Suche nach weiteren Geschwistern macht. Bei Hollis fängt er an.

Milo ist der Grund, weshalb Hollis oft über ihren Schatten springt und dabei ganz neue Seiten an sich entdeckt, beziehungsweise sich mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzt.

Hollis und Milo sind die Hauptfiguren von "No. 9677". Neben den beiden werden auch ihre Mütter dargestellt. Die beiden Halbgeschwister teilen sich nicht nur zur Hälfte die DNA, auch ihr Familienmodel ähnelt sich sehr.

Milo bringt seinen besten Freund JJ mit in die Runde, für mich wurde JJ unverzichtbar, da er mit seiner Art Schwung in die Handlung brachte und sowohl Milo als auch Hollis gelegentlich zum Umdenken bewegt.

Ich fand es gut, dass die Autorin Natasha Friend sich nur auf Hollis und Milo als Erzählperspektive festgelegt hat und nicht auch den restlichen "No 9677" Kindern Kapitel eingeräumt hat, so habe ich nie den Überblick verloren und habe trotzdem alle Figuren ausreichend kennenlernt.

Die Frage, wer denn nun Samenspender "No. 9677" ist und vor allem was er für ein Mensch ist, war mein roter Faden und erst hat mich der Schluss vollkommen überrumpelt und beinahe unzufrieden zurück gelassen. Allerdings mit etwas Abstand betrachtet, ist dieses Ende vollkommen in Ordnung, denn es spiegelt die Entwicklung der Figuren wieder und macht deutlich, dass Familie das ist, was man daraus macht.

Lese Spaß

Mein Einstieg in "No. 9677" war etwas schwierig und holprig, was aber zum großen Teil an mir lag, weil ich zu unruhig gewesen bin. Ich habe mich auch von Milos Mum Frankie reizen und ärgern lassen. Denn Frankie ist überhaupt nicht begeistert, dass Milo seinen Samenspender ausfindig machen möchte. Sie motzt deshalb oft herum und ja ich verstehe ihre Ängste und Sorgen vollkommen. Trotzdem hat sie mich als Helikopter Mum auch genervt.

Erst durch JJ, Milos total unkomplizierter und lustiger bester Freund habe ich einen Zugang zu "No. 9677“... aufbauen können und konnte flüssig lesen.

Fazit

Mit "No 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam“, erlebte ich ein für mich komplett neues Thema – Babys aus dem Reagenzglas. Milo und Hollis sind zwei davon, und während die eine zunächst kategorisch alles ablehnt, was mit ihrem Vater zu tun hat, ist Milo total neugierig und euphorisch. Das Leben der beiden ändert sich Stück für Stück. Mir hat vor allem gefallen, dass es mit Hollis und Milo nur zwei Erzählperspektiven gibt, denn das hält den Überblick konstant und wirkt sich auch positiv auf den Lesefluss aus. Nach kleinen Startschwierigkeiten und anecken mit Mum Frankie habe ich gut in die Geschichte gefunden und wurde am Ende sogar unerwartet überrascht. 4 Sterne.


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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Huhu Cindy,

    das Ende war toll oder? Erst war ich ein wenig skeptisch, aber schlussendlich finde ich es genau passend. Ich finde sogar, dass es hier gerne einen zweiten Band geben könnte. :-)

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Guten Morgen liebe Sandra,

      das Ende war am Ende mega toll und genau richtig so. Es sollte unbedingt einen zweiten Teil geben, ich würde mich da sehr freuen. :)
      Liebe Grüße Cindy

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  2. Huhu liebste Cindy, :)

    auf dieses Buch freue ich mich auch schon so sehr. Die Geschichte klingt einfach cool und nach etwas anderem. Auf Das Ende habt ihr mich jetzt wirklich neugierig gemacht.

    Liebe Grüße,
    Ally

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    1. Hallo liebe Ally,

      dir wird das Buch ganz bestimmt auch gefallen und ich bin schon gespannt, was du zu dem Ende sagst. :)
      Liebe Grüße Cindy

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